Deckentraining 

- viele Hunde/Welpen sind nicht in der Lage ruhig zu liegen. Jeder Reiz aktivierte ihr Triebverhalten und endete manchmal sogar in Aggression.

- Ein Cafe-Besuch, beim Tierarzt oder während der Arbeit wäre es sehr viel entspannter, wenn der Hund/Welpe sich auf das ihm zugewiesenen Deckchen oder auf den Platz legt und sich selber beschäftigt oder sogar schläft.

- wenn der Hund abends nicht zur Ruhe kommt, immer wieder aufsteht und den Platz wechselt oder einem tagsüber in der ganzen Wohnung auf Schritt und Tritt verfolgt.


Wenn wir unseren Hund/Welpen auf seinen Platz oder seine Decke schicken möchten muss er erst mal verstehen lernen, was wir von ihm wollen wenn wir sagen: „Geh in dein Körbchen“, „Geh auf deine Platz“, „Decke“. Wie alles Neue bauen wir auch das Deckentraining in kleinen Schritten auf.
Voraussetzung: der Hund sollte das Platz-Kommando kennen und zuverlässig ausführen. Kann er das nicht, sollten wir das Platz-Kommando vorher unabhängig vom Deckentraining üben.

Wir benutzen eine extra Decke, die wir nur für dieses Training verwenden und die wir zu Beginn des Deckentrainings am Ende der Übungseinheit immer wieder weg räumen. Wir locken den Welpen mit einem Leckerli oder seinem Lieblingsspielzeug auf die Decke und füttern ihn dort. Zu diesem Zeitpunkt muss er weder sitzen noch liegen. Hauptsache er ist auf der Decke. Danach locken wir ihn mit einer freundlichen Geste wieder von der Decke runter. Dabei geben wir ihm das akustische Freizeichen, welches wir uns vorher überlegt haben, z.B. „lauf“, „tschüs“ oder was auch immer und unterstützen das mit einer Handbewegung.
Wichtig: das akustische Signal und die Handbewegung kommen gleichzeitig und sie sind von der ersten Übungseinheit an immer gleich. Idealerweise sind das akustische Signal sowie die Handbewegung für den Hund völlig neu.

Dann von vorne beginnen. Wir üben das so oft, bis der Hund von sich aus gleich wieder auf die Decke läuft. Wichtig: So eine Übungseinheit sollte nicht länger als 5 bis maximal 8 Minuten lang sein. Danach ist eine mindestens eben solange Pause angesagt. Und nicht mehr als 5 oder 6 Einheiten hintereinander. Dann ist eine längere Pause angesagt.

Läuft der Welpe/Hund dann freiwillig auf die Decke, geben wir ihm auf der Decke das Platz-Kommando. Funktioniert das in der Kombination noch nicht gleich auf Anhieb, unterstützen wir indem wir den Hund/Welpen mit einem Leckerli ins Platz locken. Nach einigen Wiederholungen warten wir ein paar Sekunden, ob sich der Welpe sich von alleine auf der Decke hinlegt. Wenn er es macht, bekommt er eine dicke Belohnung! Wenn nicht helfen wir ihm solang bis er freiwillig auf die Decke läuft und sich hinlegt. Wenn das funktioniert, bleiben wir ein oder zwei Schritte von der Decke weg und warten ob der Hund/Welpe ohne gelockt zu werden freiwillig zur Decke läuft und sich hinlegt. Wenn es nicht gleich auf Anhieb klappt, gehen wir ein Stück auf die Decke zu und helfen ihm. Das alles üben wir, bis er alleine und ohne Unterstützung hinläuft und sich auf der Decke hinlegt.

Erinnerung: So eine Übungseinheit sollte nicht länger als 5 bis maximal 8 Minuten lang sein. Danach ist eine mindestens eben solange Pause angesagt. Und nicht mehr als 5 oder 6 Einheiten hintereinander. Dann ist eine längere Pause angesagt.

Jetzt erst fügen wir das Kommando „Geh in dein Körbchen“, „Geh auf deine Platz“, „Decke“ hinzu. Wir geben das Kommando immer kurz bevor der Hund/Welpe die Decke betreten hat. Das wiederholen wir ungefähr 10-mal. Ab dann wird er nur noch belohnt, wenn wir vorher das Kommando gegeben haben.

Wichtig: Nach der Belohnung immer SOFORT das Freizeichen und damit die Erlaubnis zum Aufstehen geben. UND dann und nur dann belohnen, wenn wir vorher das Kommando gegeben haben, denn sonst lernen wir dem Hund, wie er sich Belohnungen „erschleichen“ kann.

Der Rest ist jetzt Festigen und Generalisierung des Kommandos:
- wir üben das Kommando aus verschiedenen Richtungen
- aus verschiedenen Abständen zu Decke
- in anderen Zimmern
- bei wachsender Ablenkung
- wenn Besuch kommt
- im Freien
- im Café


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