Welpen- und Junghundekurse, Sozialisierungs-Workshops und Training ohne Leine haben einen Paradigmawechsel weg vom Training über körperliche Einschränkung, Leinenruck, Druck und Strafe herbeigeführt. Zweifellos hat der Spaßfaktor und die Hundefreundlichkeit über die Jahre an Bedeutung gewonnen aber die Kriterien und ausbildungsergebnisse sind dabei leider drastisch gefallen. Viele Hundebesitzer wurden durch mangelnde ausbildungserfolge frustriert und haben sich nach anderen Methoden umgesehen und sind nicht selten bei aversiven Trainingsmethoden gelandet und sind (fälschlicherweise) davon überzeugt, dass körperliche Dominanz und Schmerzen der Schlüssel zum Erfolg sind.

In der Realität aber ist wissenschaftsbasiertes Hundetraining sehr effektiv, unabhängig von der Wahl der Trainingstools. Jedoch wird sehr wenigen Hundebesitzern beigebracht, wie sie nur mit Ihrer Stimme zuverlässige Kontrolle über Ihren Hund erlangen können - auch ohne die permanente Verwendung von Hilfsmitteln. Obwohl es für Hundebesitzer einfach ist, anfängertrainingsklassen zu finden, in denen man mit Locken und Futterbelohnung oder über Klicker arbeitet, wird Ihnen in den seltensten Fällen beigebracht, wie sie diese Trainingstools wie Lockmittel, Futterbelohnen, Klicker oder Leine wieder ausphasen. So wird das Leckerchen zur Bestechung und der Erfolg immer mehr abhängig von der Hochwertigkeit der Futterbelohnung oder von der Fähigkeit den Hund körperlich einzuschränken oder gar zu bestrafen.

Während das anfangstraining noch sehr gut anläuft, fällt dann ohne zuverlässige Leinenkontrolle alles ziemlich schnell auseinander, sobald der Hund erwachsen wird. Scheinbar bedeutungslose Verhaltensprobleme im Welpenalter werden zu Hauptgründen warum Hundebesitzer aufgeben oder den Hund sogar abgeben. alle diese Entwicklungsprobleme sind vorhersehbar und ziemlich leicht zu vermeiden. Erfolgreiches Hundetraining hat sehr viel mit Frühsozialisierung und konstantem Training zu tun. Dieses Seminar baut auf vielen Prinzipien und Methoden auf, die im Forschungslabor wissenschaftlich nachgewiesen wurden und dann für die reale Umgebung angepasst wurden um den vielen Einschränkungen und Besonderheiten gerecht zu werden die auftreten, wenn eine hundeunerfahrene Familie einen Hund zuhause trainiert. Und nur weil diese Methoden durch die Wissenschaft unterstützt werden, heißt das nicht, dass sie kein Herz haben. Im Gegenteil. Ich halte nichts von Trainingsmethoden, die Hunde zu Laborrobotern degradieren. Ich bin der Überzeugung, dass wir unsere Stärken als Menschen nutzen sollten: Unsere Intuition, unsere Stimme und unsere Beziehung zu unseren Hunden, um die besten Trainer zu sein, die wir sein können.

 

Dauer und Art

Tagesseminar mit Diskussion und praktischen Beispielen

 

Ort und Termin

auf Anfrage